Erspartes gibt man nicht gerne aus der Hand!
Nach diesem Grundsatz handeln viele und tun sich schon schwer damit, ihre Ersparnisse nicht zu Hause zu verstecken, sondern auf ein sicheres Sparbuch zu bringen. Das ist das Mindeste, was mit Geld geschehen sollte, das momentan nicht benötigt wird. Und wenn erkennbar ist, dass auch in Zukunft die Einnahmen die Ausgaben regelmäßig übersteigen, dann sollte über eine Geldanlage nachgedacht werden.
Umgangssprachlich sind das Sparen und das Geld anlegen zwei unterschiedliche Dinge. Vom Sparen wird gesprochen, wenn das Geld so, wie es vorhanden ist, zinsbringend auf ein dafür vorgesehenes Konto umgebucht wird. Sei es das Sparkonto, das Festgeldkonto oder das Tageskonto. Das ist einfach handzuhaben und mit ein, zwei Buchungsgängen erledigt. Denn mit dem Geld geschieht nichts. Das Kreditinstitut arbeitet seinerseits mit diesen Ersparnissen, nutzt sie selbst oder verleiht sie weiter. Und zu den jeweiligen Terminen werden die Spar- beziehungsweise Habenzinsen dem Sparkonto gutgebucht.
Wenn die Geldanlage aber in Wertpapieren erfolgt, beispielsweise in Aktien, dann geschieht etwas damit, worauf im gegebenen Falle reagiert werden muss. Die Aktienkurse steigen oder fallen, und das betrifft dann auch unmittelbar den Geldwert der eigenen Aktien. Die Frage ist dann: Halten oder verkaufen? Und dem voraus geht die Überlegung, wer das entscheiden kann oder soll. Ist der Aktieninhaber selber so firm, sein Aktiengeschäft selber zu handeln, oder überträgt er diese Aufgabe einem Fachmann beim Kreditinstitut, dem Depotverwalter?
Der kostet Geld, arbeitet nach bestem Wissen und Gewissen, übernimmt aber kein Risiko oder keine Haftung für seine Entscheidungen!